Dienstag, 10. Oktober 2017

Unmenschlichkeit: Wegschauen statt Helfen

Fragt ihr euch manchmal auch, ob ihr in einer bestimmten Situation eingreifen oder lieber außen vor bleiben solltet? Ich denke so gut wie jeder von uns hat sich schon einmal in so einer Situation befunden. Solche Szenen spielen sich eigentlich immer in einem öffentlichen Raum ab, in dem sich noch einige andere Menschen befinden. Selbstverständlich lässt sich nicht jede Situation verallgemeinern, aber oftmals ensteht ein Muster mit denselben Zügen.

Dabei passiert etwas, was die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht, leider ist dies meistens eine Gefahr, die einen einzigen Menschen betrifft. Ein Beispiel, welches ich vor kurzem selbst erlebt habe, betraf einen verwirrten Mann, der mit sich selbst sprach, und dessen Hose herrunterrutschte. Nun lief dieser Mann bei kalten Wetter ohne Hose völlig hilflos in der Öffentlichkeit herum. Dieser Anblick war für die Menschen, die das sahen natürlich ekelhaft, aber andererseits für den Mann viel gravierender, da er vermutlich fror und sich selbst nicht zu helfen wusste oder es einfach nicht zu merken schien, wie weit ihm seine Hose herruntergerutscht war. Die meisten Menschen reagierten darauf, indem sie sich entweder angewidert wegdrehten, so als ob der Mann nicht existieren würde oder gafften einfach nur. Im ersten Moment schaute ich auch einige Zeit hin, weil ich einfach nicht fassen konnte, was da gerade passiert war. Andererseits fragte ich mich, was ich tuen konnte, um die Situation irgendwie besser zu gestalten. Währenddessen sah ich die Menschen, die nur gafften und wurde wütend. Wie konnte man da stehen und so etwas einfach zulassen? Dieser Mann war eine Art Attraktion für die Menschen, da sie den Blick von ihm nicht wenden konnten. In solchen Situationen spürt man wieder die Unfähigkeit zu handeln, die einen manchmal selbst überkommt. Mir ging es ja anfangs genauso, aber trotz aller Geschocktheit muss man versuchen, sich aus seiner Starre zu befreien und etwas Hilfreiches tun. Jedoch schaffen das leider nur wenige Menschen. Ein Freund und ich haben dann das Ordnungsamt angerufen, welches einige Zeit später aufgetaucht ist. Dieser Anruf hat vielleicht fünf Minuten gedauert und hat dem Mann definitiv geholfen. Hätten wir niemanden angerufen, wäre der Mann wahrscheinlich noch länger in der Kälte ohne Hose rumgelaufen und hätte sich garantiert eine Erkältung oder vielleicht noch etwas Schlimmeres eingefangen.

Daran sieht man wieder, dass viel zu viele Menschen entweder wegschauen oder nur schauen ohne zu handeln und das in Situationen, die eine Gefahr für eine Personen oder für Andere darstellen können. Diese Tatsache finde ich sehr erschreckend und traurig, da man ebenfalls Hilfe bekommen möchte, wenn es einem schlecht geht und man nicht mehr in der Lage dazu ist sich selbst zu helfen oder andere Menschen um Hilfe zu bitten. Ich rufe euch einfach dazu auf, bitte etwas Empathie zu zeigen, da dies sonst schon etwas von Unmenschlichkeit und Egoismus zeugt, hilflose Menschen links liegen zu lassen. Oft muss man auch keinen großen Aufwand betreiben, um anderen Menschen zu helfen und danach fühlt man sich auch toll, weil man eine Art Held für jemanden war. Jedoch kann ich auch verstehen, wenn manche Menschen bei einer körperlichen Auseinandersetzung oder bei Beleidigungen nicht eingreifen wollen, weil sie Angst haben, selbst Opfer zu werden. In einer solchen Situation könnte man möglicherweise aber auch die Polizei oder mehrere Menschen um Hilfe bitten, um nicht alleine eingreifen zu müssen. Wie ihr seht, gibt es einige Wege zu helfen, bitte nutzt diese, denn jeder kann Hilfe gebrauchen!

Sonntag, 24. September 2017

Über die Bundestagswahl und Politikverdrossenheit

Nach einer langen Zeit stehen mal wieder die Wahlen an, welche entscheiden werden, wer Deutschland die nächsten vier Jahre regieren wird. Am heutigen Tag sollte wirklich jeder, der das Wahlrecht hat, seine Stimme nutzen, da derjenige nur so mitbestimmen kann, wer seine Meinung einigermaßen vertritt. Durch das Nutzen des Wahlrechts können vorhandene Probleme, die uns stören, durch die gewählte(n) Partei(en) möglicherweise verbessert oder sogar gelöst werden.

Jedoch gehen leider nicht alle Menschen, die ein Wahlrecht besitzen aus diversen Gründen zur Wahl. Dazu zählen meistens die jüngeren Menschen, also die unter Dreißigjährigen, da sie sich schlicht und einfach nicht für Politik interessieren. Heutzutage kann man durch die sozialen Medien wie Facebook, Instagram & Co wählen, was man sehen will. Dabei interessieren sich die jüngeren Menschen weniger für Politk als zum Beispiel für Tutorials, Fitness, Mode etc.. Durch das mangelnde Interesse für Politik und Nachrichten kommt es zur Politikverdrossenheit. Das führt dazu, dass einige junge Menschen ihre Stimme nicht ausnutzen, obwohl das Wahlrecht eines unser wichtigsten Rechte ist, welches nicht selbstverständlich ist.

Jedoch haben viele junge Leute einfach andere Sachen außer Politik im Kopf. Ich sage nicht, dass wir uns eines ständigen Flusses politischer Nachrichten unterziehen sollen, aber durch ein wenig selbstständiges Informieren wird man aufgeklärt und nicht für dumm verkauft und dafür sind die Medien doch schließlich gedacht oder? Wenn man sich über die aktuelle Politik auch nicht informiert, fällt einem wahrscheinlich die Wahl der Parteien noch schwerer, da man nicht weiß, welche Probleme am dringensten in Angriff genommen werden müssen. Zudem lesen sich viele das Wahlprogramm nicht durch, weil ihnen der Inhalt zu breit und zu schwer verständlich ist. Dieses Argument kann ich teilweise unterschreiben, jedoch gibt es immer einige Seiten, auf denen das Wahlprogramm zusammengefasst, beziehungsweise verständlicher erklärt ist. Ein weiterer Grund, warum sich viele junge Menschen nicht für Politik interessieren lautet, dass sie sich einfach nicht von den Parteien angesprochen fühlen, da zum Beispiel oft die Rente thematisiert wird, die die Jungen augenscheinlich nicht anspricht und über Bildung viel weniger gesprochen wird, obwohl dies auch ein sehr wichtiges und zukunftsbringendes Thema ist. Dazu kommt, dass man in manchen Bundesländern das Fach Politik abwählen kann, obwohl das Fach sehr wichtig für die Allgemeinbildung ist. Das bedeutet, wenn ein Schüler sich schon in der Schule nicht für Politik interessiert, sei es durch die Darstellung des Lehrers oder aus anderen Gründen, wird es schwer werden, diesen Schüler in der Zukunft noch für Politik zu begeistern. Des Weiteren sehen junge Menschen einige Probleme noch nicht oder hinterfragen manche Sachen nicht genug, da es ihnen in dem Alter meistens gut geht und sie oft nicht an die Zukunft denken. Viele junge Wähler sind mit der Auswahl an Parteien so überfordert, dass sie oftmals ohne nachzudenken dieselbe Partei wie ihre Eltern wählen, ohne sich nochmal genau zu informieren oder sich eine eigene Meinung zu bilden.

Die Folge von Politikverdrossenheit der jungen Menschen kann sein, dass die älteren Menschen für die jüngeren Menschen entscheiden, wie zum Beispiel beim Brexit, wenn die Jungen, die weniger als die Alten sind, ihre Stimme nicht nutzen. Dadurch werden manchmal Entscheidungen gefällt, die über die Zukunft eines Landes entscheiden und zwar von den Leuten, die noch eine kürzere Lebenszeit als die jüngeren Menschen haben. Zudem hinterlassen die älteren Menschen den Jüngeren oft Probleme, die diese dann ausbaden müssen, obwohl sie dafür nichts können. So entstehen mit den Jahren immer mehr Probleme, um die sich gekümmert werden muss, die oft schwerwiegende Folgen wie zum Beispiel der Klimawandel, haben können.

Die Lösung gegen Politikverdrossenheit lautet meiner Meinung nach: Geht wählen und nutzt eure Stimme, so lange ihr sie noch habt. Außerdem sollten Parteien Politik für junge Menschen attraktiver und verständlicher gestalten, um die Wahlbeteiligung wieder zu erhöhen. Die Eltern und Lehrer können den Kindern ebenfalls mehr Spaß an Politik bereiten, indem sie mit ihnen über politische Probleme diskutieren und ihnen beibringen, mehr zu hinterfragen. Auch die sozialen Medien könnten mehr Werbung für Parteien machen, anstatt für materielle Dinge. Wenn jeder sich ein bisschen über das aktuelle Tagesgeschehen informiert und wählen geht, kann man der Politikverdrossenheit mit Sicherheit entgegen wirken.

Mittwoch, 13. September 2017

Wer definiert uns?


Manchmal frage ich mich, wer oder was uns definiert und eigentlich müsste die Antwort lauten: Wir definieren uns selbst. Doch leider ist das nicht immer so einfach, obwohl es unser menschliches Recht ist. Oftmals soll man sich selbst beschreiben oder seine Stärken und Schwächen auflisten, was einen dann erstmal ins Grübeln versetzt. Diese ganzen Fragen: Wer bin ich, was macht mich aus oder was will ich, sind meistens nicht leicht zu beantworten, auch wenn wir uns nach einigen Jahren schon gut kennen sollten. Jedoch fühlt man sich gelegentlich in dieser Welt mit den vielen Möglichkeiten, Leistungsansprüchen und eigenen Wünschen verloren. Hinzu kommen die Vergleiche mit anderen Menschen, die man entweder selbst herstellt oder die einem durch soziale Medien etc. vor Augen geführt und im Unterbewusstsein gespeichert werden.
Das beweist, dass uns die Gesellschaft unser Recht uns selbst zu definieren, sehr oft abnimmt, weil wir es uns gefallen lassen und mit der Masse schwimmen wollen. Möglicherweise merken wir auch manchmal nicht, wie sehr uns andere schon definieren oder wir uns über sie definieren. Zunächst spielt da die Erziehung und das persönliche Umfeld eine Rolle. Wenn jemand nämlich vorgelebt bekommt, in welche Rolle er schlüpfen soll, wird er sich, vor allem in seinen jungen Jahren erstmal daran orientieren, bevor er sein eigenes Ich finden wird. Das heißt aber nicht, dass er sich sein Leben lang nicht verändern wird, denn das tun wir alle. Jedoch werden höchstwahrscheinlich einige Leitsätze einer strengen Erziehung einem immer im Kopf bleiben. Das bedeutet, wenn ein Mensch zum Beispiel nach den früher traditionellen Rollenbildern erzogen wird, also dass die Frau sich um den Haushalt und die Erziehung der Kinder kümmert und der Mann das Geld verdient, so wird dieser Mensch eher jemanden verurteilen, der nicht nach diesem Konzept lebt, einfach, weil das für ihn unnormal ist. Heutzutage haben sich diese Rollenbilder zum Glück etwas gewandelt, das heißt aber nicht, dass sie nicht mehr existieren. So kann es nun mal vorkommen, dass eine emanzipierte Frau gefragt wird, warum sie arbeitet, anstatt sich von einem Mann ernähren zu lassen. Daraufhin sollte die Frau ganz klar ihren Standpunkt vertreten, da sie ihr Leben von niemand anderem definieren lassen sollte, als von sich selbst.
Ein weiteres Beispiel ist der Schönheitswahn, den es vermutlich schon immer gab und welchen es wahrscheinlich immer geben wird. Durch ihn werden Menschen ebenfalls verurteilt, wenn sie den bestimmten Schönheitsidealen nicht entsprechen. Der Körper wird nur noch als Projektionsfläche gesehen, welche es ständig zu verbessern gilt, sei es durch Sport, hungern oder Schönheits-OPs. Wenn dieser Schönheitswahn ausartet, ist den meisten Menschen bewusst, dass das krank ist. Leider aber auch nicht allen, weil sie von dem Gesellschaftsdruck, den sie sich machen oder der auf ihnen lastet, zu sehr gefesselt sind. Es ist, vor allem auch durch die sozialen Medien so leicht geworden, sich anzupassen. Man bekommt vorgelebt, was „cool“ ist, wie man sich zu verhalten hat und was man tragen soll. Außerdem gibt es im Internet zahlreiche Tipps, um noch fitter, schöner und beliebter zu werden. Ein Glück sind nicht alle Menschen so oberflächlich und hinterfragen die Gesellschaft, die so perfekt erscheint, obwohl sie es eigentlich gar nicht ist. Aus diesen Gründen haben sich auch einige Menschen von den sozialen Netzwerken abgewendet, weil sie dadurch so sehr unter Druck gesetzt wurden, sodass ihr Selbstwertgefühl im Keller war.
Es war schon immer schwer und wird vermutlich immer so schwer bleiben, dass uns die Gesellschaft definieren will. Das liegt nämlich daran, dass jede Gesellschaft verschiedene Norme und Regeln hat, an die sich jeder halten sollte. Diese Werte und Ideale entwickeln sich mit der Zeit immer weiter, was dazu führt, dass sich die Menschen zwar verändern werden, sich aber trotzdem auch an dem was die Gesellschaft will, weiter orientieren werden. Meiner Meinung nach wird das einfach immer so sein. Nun sollten wir uns in unserer Generation, die so vielfältig geworden ist uns endlich trauen, uns selbst zu definieren und uns nicht von anderen Menschen oder sozialen Medien definieren zu lassen. Das ist doch das, was uns Menschen ausmacht, unsere Art anders zu sein. Wenn jeder gleich wäre, wäre es doch so langweilig. Doch zuallererst sollten wir uns bewusst sein, wer wir sind. Wie können wir das herausfinden? Am Besten beobachtet man sich selbst, auch wenn sich das gruselig anhört. Man fragt sich, was einem Spaß macht und was einen eher traurig macht. Ich denke, das schafft jeder. Mit der Zeit können wir versuchen unser Verhalten zu analysieren und uns möglicherweise auch fragen, wieso wir uns in bestimmten Situationen oder gegenüber bestimmten Menschen anders verhalten, als in anderen Situationen. Wenn wir nun einigermaßen wissen wer wir sind und was uns bewegt, sollten wir versuchen uns zu akzeptieren, auch wenn das in einer Gesellschaft, die einen ständigen Druck auf uns ausübt, nicht immer leicht ist. Doch wenn man gefragt werden sollte, wieso man sich anders verhält, als andere Menschen oder anders aussieht, als es dem Schönheitsideal entspricht, sollte man niemals gekränkt sein und sich selbst nicht hinterfragen. Denn nur wir haben das Recht uns selbst zu definieren und niemand anderes sonst. Trotz alledem bin ich froh, dass wir- abgesehen von den vielen Oberflächlichkeiten- in einer weiterentwickelten Welt leben, in der es immer mehr Toleranz und Offenheit für die Andersartigkeit, die wir Menschen in Fülle zu bieten haben, gibt. Ich finde, wir sollten diese Einstellung, dass es interessant und nicht komisch ist, anders zu sein, den anderen Menschen übermitteln, anstatt sich für ungewöhnliche Eigenarten zu verstecken. Was denkt ihr darüber?

Montag, 28. August 2017

Fürs Leben lernen wir

Jeder Mensch ist nicht perfekt. Fehler passieren jeden Tag und das ist ganz normal. Diese Tatsache müssen wir uns eingestehen, egal wie perfekt andere Menschen oder Dinge auch auf uns wirken. Eigentlich sollten wir mit der Einstellung erzogen werden, dass man Fehler machen darf und aus ihnen auch am besten lernt, jedoch wird Kindern, vor allem in der Schule oft beigebracht, dass Fehler etwas Schlechtes sind. Hinzu kommen die Noten, welche die Leistungen der Kinder bewerten, wodurch der Druck auf die Kinder enorm anwächst. Dadurch werden einige Kinder zu kleinen Perfektionisten getrimmt, die in einem ständigen Wettbewerb zu sich selbst und anderen Kindern stehen. Das kann negative Folgen haben, denn wenn man Kindern beibringt, dass sie keine Fehler machen dürfen, sie aber trotzdem irgendwann in ihrem Leben Fehler begehen werden, wird sie das zerstören und sie werden sich dafür möglicherweise bestrafen.
Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man Kindern von Anfang an beibringen, dass Fehler menschlich sind und zum Leben dazu gehören, schließlich sind wir keine Maschinen und selbst diese sind nicht immer perfekt. Im Gegensatz zu Maschinen haben wir auch Gefühle und steigern uns leider öfters mal in Misserfolge hinein, obwohl das Problem vielleicht viel kleiner ist, als man denkt. Trotzalledem wird man wahrscheinlich durch eine Portion Lebenserfahrung merken, wie sehr einen die Fehler stärken. Vielleicht vergisst man die Fehler auch nicht so schnell, weswegen man am Besten aus ihnen lernt. Wenn eine Person nämlich nach einiger Zeit wieder in dieselbe Situation gerät, in der sie einen Fehler begangen hat, wird sie sich daran erinnern und weiß, wie sie in dieser Situation richtig handeln kann, weil sie sie schon einmal erlebt hat.
Durch diese Erfahrung wird der Mensch viel gelassener, weil er weiß, wie er das Problem zu bewältigen hat. Falls einen eine Situation wieder einmal überfordern sollte, muss man am nun versuchen ruhig zu bleiben, nachzudenken und sich vor allem Mut zu sprechen. Damit meine ich Selbstvertrauen, dem eigenen Ich zu sagen, dass alles gut wird und der Moment, in dem man sich gerade schrecklich fühlt, vorbeigehen wird und man daraus lernen wird. Denn wir lernen für das Leben durch unsere eigenen Erfahrungen und Fehler. Diese Fehler bringen uns am meisten weiter, weil wir sie nicht vergessen können und wir es beim nächsten Mal besser machen wollen. Wenn dieser Wille zum Lernen vorhanden ist, hat man schonmal die Hälfte geschafft. Wir werden im Leben so viel lernen und damit meine ich, dass wir eher mehr aus Lebenserfahrungen lernen, als zum Beispiel in der Schule. Natürlich leben wir länger, als wir zur Schule oder zur Uni gehen, aber trotzdem lernen wir in diesen Lebensabschnitten auch sehr viel. Jedoch lernen wir viele nützliche Dinge, die man im Alltag gut gebrauchen könnte, nur durch uns selbst und da muss jeder durch, ob er will oder nicht, auch wenn dabei Fehler entstehen.
Zudem werden wir auch nicht über unsere Fehler definiert, sondern durch unsere Persönlichkeit und wie wir mit Fehlern umgehen und diese Art der Umgehensweise können wir immer verbessern, egal bei welchem Fehler. Dies zeigt, dass wir nie ausgelernt haben werden und wir uns immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen, welche wir mit einem guten Selbstvertrauen und einer Akzeptanz unseres Nichtperfektionisten meistern werden.

Dienstag, 22. August 2017

Wenn Fremde zu Freunden werden


Ich sehe die in letzter Zeit entstandenen Fotos von uns und lächle. Seit einiger Zeit treffen wir uns oft und schreiben auch regelmäßig. Dass wir so schnell gute Freunde werden könnten, die sich viel aus dem eigenen Leben anvertrauen, hätte ich nicht erwartet. Jedoch freut es mich, denn gute Freunde kann man nicht genug haben. Ich denke es fing alles damit an, dass du dich in einer schlechten Zeit befandest und du mir davon erzählt hast. Oft werden Fremde durch besondere Momente, die sie verbinden, zu guten Freunden. Bei uns war es deine dunkle Zeit, in der ich für dich da war und dir meine Zeit zum Reden anbat. Durch das Reden kamen wir auf Themen, durch die wir uns beide persönlich etwas besser kennenlernten. Mich hat es gefreut, dass du dich mir gegenüber so geöffnet hast und ich dir durch die schwere Zeit helfen konnte. Denn ich denke, jeder wünscht sich jemanden zum Reden, wenn es ihm schlecht geht und einfach nur jemanden, der einen ablenkt, damit man nicht immer nur an dasselbe Thema denkt. Und so schnell können aus Fremden Freunde werden, auch wenn man damit vorher vielleicht nicht gerechnet hätte. Wenn man sich anderen gegenüber öffnet und viel Zeit mit ihnen verbringt, werden unbekannte Menschen nach einer gewissen Zeit möglicherweise zu wichtigen Menschen im eigenen Leben, die man nicht mehr missen möchte. Diese Leute kann man gewissermaßen überall antreffen: in der Schule, am Arbeitsplatz oder auch auf der Straße. Zudem sind sie so wichtig für uns, da sich jeder Unterstützung wünscht und Menschen braucht, mit denen er schöne Momente erleben und die Zeit vergessen kann. Glücklicherweise bleiben einige dieser Menschen viele Jahre im eigenen Leben, sodass man zu ihnen eine feste Bindung aufbauen kann, die sich oftmals mit den Jahren verstärkt. Diese Menschen sollte man auch immer wertschätzen und ihnen einen Teil der eigenen Zeit schenken, weil man meistens unvergessliche Momente und gute Freunde dafür erhält. Und was gibt es schon Wichtigeres im Leben, als Menschen, die immer für einen da sind?

Samstag, 12. August 2017

Menschen brauchen andere Menschen

Vermutlich kennt jeder diese Einzelkämpfersprüche wie: „Wir kommen alleine zur Welt und sterben auch alleine“ oder „Jeder ist für sich selbst und sein eigenes Glück verantwortlich“ oder „Du hast niemanden, der dir hilft, du musst das alleine schaffen“. Natürlich steckt in diesen Worten ein bisschen Wahrheit, jedoch heißt das nicht, dass wir unser Leben lang alleine sind und wir niemand anderen brauchen, weil wir ja so stark sind. Das Gegenteil ist der Fall, man ist stark, wenn man sich Hilfe sucht und zu seinen Schwächen steht. Viele Menschen verdrängen ihre Probleme aber oft oder glauben, dass sie ihre Last ganz alleine tragen müssten. Dabei tut es gut, sich Unterstützung zu holen, auch wenn dies manchmal etwas Mut kostet. Denn was würden wir ohne andere Menschen machen? Der Mensch konnte sich nur durch ein Bündnis mit einem anderen Menschen auf der Welt vermehren, weshalb freundschaftliche, familiäre oder liebende Bindungen einfach notwendig sind. Außerdem wurde bewiesen, dass Einsamkeit depressiv macht und der Mensch andere Menschen zum Leben braucht. Weshalb sollte man sich also anderen Menschen entziehen?
Vielleicht will man anderen Menschen gegenüber Unabhängigkeit und Stärke zeigen, jedoch wird einen die Einsamkeit irgendwann umbringen und man merkt, wie wichtig menschliche Nähe und Verbundenheit doch sind. Seien es gute Freunde, mit denen man sich regelmäßig in einer Bar trifft oder gemeinsame Unternehmungen startet oder die eigene Familie, mit der man am Essenstisch über seinen Tag reden kann oder aber der Geliebte, der einem mit seinen sanften Berührungen Geborgenheit schenkt. Jeder Mensch braucht irgendjemanden davon, auch wenn es keine unendlich viele Menschen sind, die einem nahe stehen, – was sowieso nicht oft vorkommt – es reichen schon die paar Menschen, die einen nach einem schlechten Tag zum Lächeln bringen und die einen auffangen, wenn man schwach wird. Genau das ist es, was einige Menschen nicht zeigen wollen: Schwäche, weil sie in ihrem Leben möglicherweise gelernt haben, dass ihre Schwäche ausgenutzt werden kann. Wenn man jedoch alleine ist, wird man unglücklich, weshalb man lieber auf seine „Stärke“ verzichten sollte und stattdessen mal Gefühle zeigen sollte. Vielleicht werden manche Menschen einen nicht so unterstützen, wie man es sich wünscht. Andererseits könnten einige Menschen jemanden aber auch sehr glücklich machen, indem sie einem anderen Menschen die Aufmerksamkeit schenken, die er sich sehnlichst wünscht. Daraus folgt: der Mensch braucht andere Menschen, um überleben zu können, denn nichts ist grausamer, als alleine zu sein. Zudem kann man sich relativ häufig nach einiger Zeit an einen Menschen in gewisser Weise binden, sei es durch Gemeinsamkeiten oder auch Gefühle. Die Menschen wachsen zusammen auf und werden sich am Ende ihres Lebens hoffentlich gemeinsam in guter Erinnerung haben.

Freitag, 4. August 2017

Bucketlisten

Jeder kennt sie: Bucketlisten, Listen, auf denen man aufschreibt, was man noch in seinem Leben erreichen oder erleben möchte. Nicht jeder hat solche Listen, aber ich denke schon, dass viele Menschen sich einige Vorstellungen machen, wie ihr Leben verlaufen soll. Wir bekommen vom Anfang unseres Lebens Normen und Werte beigebracht und ein Leben vorgelebt, welches wir später oft ähnlich gestalten. Natürlich werden wir auch von verschiedenen Menschen in unserem Leben geprägt und wollen uns mit der Zeit immer mehr selbst verwirklichen. Das bedeutet, umso mehr Einflüsse wir zum Beispiel durch Menschen, Filme, Zeitschriften oder Reisen bekommen, desto mehr möchten wir auch von unseren Träumen umsetzen. Wir möchten ebenso tolle Momente erleben, wie andere. Dafür kann man sich Listen anfertigen, muss es aber nicht zwingend machen. Jedoch werden die Gedanken auf einer Liste besser festgehalten, als in dem eigenen Kopf, da uns oft spontan die verrücktesten Ideen einfallen, aber genauso schnell wieder verfliegen können. Für manche Menschen sind diese Listen aber nicht geeignet, weil sie zu viele Ideen haben, welche sie vermutlich nicht alle umsetzen können und dadurch möglicherweise frustriert werden. Vor allem wenn man jung ist, hat man noch viele Träume, manchmal zu viele und wenn man diese Ideen alle aufschreiben würde, würde diese Liste wahrscheinlich unendlich lang werden. Trotzdem finde ich diese Bucketlisten sehr interessant, da jeder Mensch andere Träume hat und man durch diese Listen seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Am besten ist es, wenn man sich erstmal realistische Ziele und nicht zu viele setzt, um die Liste von Zeit zu Zeit abzuhacken und neue Wünsche zu ihr hinzufügen kann. Genauso schön ist es, wenn man jemand anderen kennenlernt und dieser Mensch möglicherweise auch eine Bucketliste führt und man zufälligerweise ein gleiches Ziel hat, welches man dann gemeinsam umsetzen kann. Ich habe mir auch mal ein paar Gedanken für eine Bucketliste gemacht, aber bin mir auch noch nicht sicher, ob und wann ich sie umsetzen werde. Etwas Träumen darf ja auch mal sein oder wie seht ihr das? Ein eigentlich realistisches Ziel meinerseits ist es, ein Festival zu besuchen, auf dem man mit tollen Menschen und bei guter Musik eine schöne Zeit verbringt. Zudem würde ich gerne mal Motorrad oder Quad fahren, aber dafür brauche ich erstmal den Führerschein und das wird noch etwas dauern. Des Weiteren würde ich gerne Gitarre spielen können, dafür muss ich ebenfalls erstmal Zeit und Motivation finden. Das zeigt, dass man etwas gerne erreichen möchte, sich aber oft selbst im Weg steht oder irgendwelche Ausreden parat hat, um seine Ziele zu verschieben. Ein schönes, bedeutungsvolles Tattoo wäre auch interessant, aber dafür müsste ich mir wirklich sehr sicher sein und das bin ich mir immoment noch nicht. Ein weiteres Ziel von mir ist es natürlich, wie auch von sehr vielen Menschen auf dieser Welt, viel zu verreisen, mal schauen, inwieweit mir das möglich seien wird. Jetzt komme ich aber zu euch: Habt ihr eine Bucketliste oder euch bestimmte Erlebnisse für euer Leben vorgenommen? Das würde mich wirklich mal interessieren. Bis bald!